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Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Druckversion

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Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 26-05-2019

Hallo zusammen,

ich war mit meiner Frau über drei Jahre verheiratet und lebe seit August letzten Jahres von ihr getrennt. Wir haben einen gemeinsamen Sohn (er wird bald 2 1/2 Jahre), der uns im Wechsel sieht (er ist drei Tage bei meiner Frau, am vierten Tag ist die Übergabe, dann ist er drei Tage bei mir und am vierten Tag ist wieder die Rückübergabe, usw.).

Während meine Frau am Anfang unserer Beziehung für mich als die perfekte Partnerin schien, hat sich das nach unserem Zusammenziehen und unserer Hochzeit sehr schnell geändert und sie hat ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie hat mich jeden Tag (auch in Anwesenheit der Kinder - neben unserem gemeinsamen Sohn hat sie auch noch zwei weitere Söhne, 15 und 12 Jahre, aus zwei früheren Beziehungen) aufs übelste beleidigt, mich schikaniert und psychisch fertig gemacht. Wenn ihre Kinder sie genervt oder etwas von ihr geklaut haben, hat sie sie mit Kochlöffeln verschlagen, ihre Köpfe gegen die Wand geschlagen, sie beschimpft oder sie mit ihren Füßen so stark getreten, dass diese das Bewusstsein verloren haben. Ich bin immer dazwischen gegangen, sofern ich in der Nähe war, und habe so schlimmeres (als ob das nicht schon schlimm genug ist?!) verhindert. Dieser psychische Druck, den sie auf mich ausgewirkt hat, die (für mich enorme) Belastung was den Kindern passieren könnte, wenn ich nicht in der Nähe bin und die Tatsache, dass ich kurz nach unserer Ehe meinen Job verloren habe, haben mich in eine tiefe emotionale, psychische, als auch finanzielle Abhängigkeit gedrängt, aus der ich lange Zeit nicht herausgekommen bin.

Wie ich nach unserer Trennung von ihrer Mutter und ihren Ex-Freunden erfahren habe, hat sie schon viele weitere schlimme Dinge in ihrem Leben getan. Sie hat als Kind ihre Mutter und ihren Bruder verletzt, weshalb sie von ihren Eltern in eine Wohngruppe des Jugendamtes gesteckt wurde. Sie hat ihre Mitbewohner und Mitschüler beleidigt und angegriffen (einen Mitbewohner hat sie mit einem Aschenbecher eine Platzwunde am Kopf zugezogen), eine Schwangere Mitschülerin die Treppe heruntergestoßen, die daraufhin ihr ungeborenes Kind verlor (meine Frau wurde dafür nur zu Sozialstunden verurteilt...), ihrem ersten Ex-Freund hat sie eine Vase über den Kopf gezogen und ihrem zweiten Ex-Freund so lange mit einem Telefon auf den Kopf geschlagen, bis dieser ebenfalls eine Kopfverletzung erlitt. Hinzu kommen Anzeigen wegen Diebstahl, Hehlerei, Körperverletzung, etc., sowie ein Aufenthalt in einer Jugendarrestanstalt und einer Psychiatrie (zur Behandlung ihrer Borderlinestörung, an der sie wohl schon lange leidet und ihr extremes Verhalten erklärt).

Nach der Trennung gab es eine Gerichtsverhandlung, in der geklärt wurde / geklärt werden sollte, wie dem Umgang mit unserem Sohn (bis zum Ende des Hauptsacheverfahrens) ablaufen soll. Dort wurde die oben genannte Umgangsregelung festgelegt und beschlossen, dass ich meinen Sohn zu meiner Frau bringen und von dort abholen soll / kann (Meine Frau ist selbstständig und arbeitet von Zuhause aus. Da sie angeblich viel zu tun hat und meinen Sohn nicht bei mir abholen kann, wir wohnen mittlerweile 220km entfernt voneinander, habe ich zugestimmt ihn zu ihr zu bringen und von dort zu holen. Hätte ich das nicht gemacht wäre, laut dem Richter, mein Sohn schon zu diesem Zeitpunkt meiner Frau zugesprochen worden und ich hätte ihn nur alle zwei Wochen am Wochenende gesehen). Meine Frau hat zugestimmt, dass sie die Hälfte der Benzinkosten übernimmt. Das hat sie aber lange Zeit nicht gemacht, so dass sie mir mittlerweile ca. 700 Euro Benzingeld schuldet. Nachdem ich nach Rücksprache mit meiner Frau bei unserem alten Kinderarzt war und dort die U7 machen ließ (ich habe bisher immer alle U's mit meinem Sohn gemacht, teilweise auch ohne die Anwesenheit meiner Frau), behauptete meine Frau ich hätte das U-Heft von ihr gestohlen (obwohl es seit jeher bei meinen Unterlagen war) und hat mir für sieben Wochen meinen Sohn vorenthalten! Erst nachdem ich ihr das U-Heft übergeben habe (irgendwann konnte ich nicht mehr und habe mich auf die Erpressung eingelassen), durfte ich meinen Sohn wieder sehen. Bei der dazu einberufenen Gerichtsverhandlung wurde entschieden, dass sie mir die Fahrtkosten (wir sind von der Zahlung der reinen Benzinkosten hin zu Fahrtkosten gekommen, die auch die Abnutzung des Autos miteinbeziehen) fortan im Vorraus zahlen muss und mir meinen Sohn nicht mehr vorenthalten darf.

Nun ist es so, dass sie mir die Fahrtkosten wieder nicht zahlt (ohne Angaben von Gründen, d.h. pro Fahrt, egal ob mir mein Sohn übergeben wird oder nicht, muss ich mindestens 46 Euro, meistens jedoch den vollen Betrag in Höhe von 92 Euro, zahlen) und mir auch meinen Sohn nicht regelmäßig übergibt. Sie stellt sich dabei aber sehr geschickt an und umgeht die Anweisung des Richters, in dem sie behauptet mein Sohn wolle nicht zu mir bzw. hätte Angst vor mir. So ist es bei einer der letzten Übergaben zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen meiner Mutter und meiner Frau gekommen (meine Eltern dürfen meinen Sohn ebenfalls bei meiner Frau abholen bzw. zu ihr zurückbringen und können mich dadurch unterstützen, wenn ich beim arbeiten bin und die Fahrt nicht selber übernehmen kann). Meine Frau kam mit meinem weinenden Sohn auf dem Arm aus ihrem Haus gelaufen, hat ohne Vorwarnung und ohne ein Wort zu sagen meine Mutter angegriffen und an der Hand stark verletzt und ihr gedroht, dass sie sie umhaut, wenn sie nicht geht. Bisher gab es nie Probleme bei den Übergaben und Lion hat auch noch nie dabei geweint, weshalb ich nicht auschließen möchte, dass meine Frau ihre Finger da mit drin hat. Nach dieser Aktion habe ich meinen Sohn für zwei Wochen nicht gesehen. Um ihren "guten" Willen zu zeigen, hat meine Frau zusammen mit dem Jugendamt eine sozialpädagogische Familienhilfe eingeschaltet, die uns seitdem bei den Übergaben unterstützt. Ist die sozialpädagogische Familienhilfe anwesend und kann uns bzw. mich aktiv bei der Übergabe unterstützen, klappt alles wunderbar. Mein Sohn ist zwar traurig, dass er weg von seiner Mama muss, freut sich aber mit zu seinem Papa zu gehen. Hat sie keine Zeit und ist deswegen auch nicht anwesend, klappt es vorne und hinten nicht. Mein Sohn freut sich zwar mich zu sehen, erkennt mich, spielt mit mir, kuschelt mich, etc., jedoch will er nicht von seiner Mutter weg. Das spielt meiner Frau natürlich direkt in die Karten (weshalb ich auch hier meine Zweifel daran habe, ob sie vielleicht nicht doch entsprechend auf meinen Sohn einwirkt). Sie deutet sein verhalten so, als wolle er nicht mit zu mir und bricht die Übergabe ab. Anstatt dass sie ihm zeigt und erklärt, dass mein Sohn auch bei mir Spaß haben kann (und natürlich auch hat), erzählt sie ihm nur wie toll es doch bei ihr ist und was er dort alles machen kann. Während ich beruhigend auf ihn einrede, wenn er bei mir ist und wieder zu seiner Mutter soll (ja, auch dann weint er und weigert sich zu meiner Frau zu gehen), macht sie das genaue Gegenteil und kommt damit ungestraft durch. Sie würde ihn mir ja übergeben, aber er will ja nicht und ein weinendes Kind soll man nicht von dem Elternteil wegreißen, bei dem es zur Zeit ist (diese Ansicht teilen auch das Jugendamt und die sozialpädagogische Familienhilfe).

So kommt es, dass ich meinen Sohn nun schon insgesamt 70 Tage weniger gesehen habe bzw. er bei mir war, als bei meiner Frau und das obwohl er zu gleichen Teilen bei meiner Frau und bei mir sein sollte. Deswegen bin ich auch ziemlich verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll. Jeder weitere Tag, an dem er bei meiner Frau ist, entfremdet sie ihn bzw. er sich von mir. Wie soll ich mich zukünftig verhalten? Was kann ich tun? Wie kann ich diese "Phase(?)" von ihm überwinden und ihn wieder an mich gewöhnen? Wenn er bei mir ist, ist alles wie immer / wie vorher. Wir haben viel Spaß zusammen, spielen zusammen, puzzeln, malen, hören Musik, ich lese ihm etwas vor, wir gehen spazieren, auf den Spielplatz und und und. Alles das was man mit einem Kind in seinem Alter macht / machen kann. Kaum ist er aber bei ihr, hat er das alles anscheinend wieder vergessen und weint, wenn er von seiner Mama weg soll.

Ich freue mich über eure Erfahrungen, Tipps, Hilfevorschläge und euren Rat!


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Olivier - 26-05-2019

Hallo Memoriae,
Willkommen im Club, erst Mal mein Beileid, deine Geschichte klingt als ob du meine Ex gehabt hättest.
Bei mir war es genau so, leider kann ich dir nicht viel Hoffnung machen und nur sagen, kämpfe so weit wie du kommst.
Wenn wir schon kein Rechte kriegen, dann soll es wenigstens was kosten und du kannst später deinem Kind erzählen und Beweisen, dass du alles versucht hast.
Nur für die Umgänge kannst du sorgen und zwar vor Gericht, dies wird zwar auch für dich weniger gut sein, aber zumindest ein geregelter Umgang.
Noch erwähnen sollte ich, wenn kein Umgang zu Stande kommt trotz Beschluss, erwarte nicht zu viel von Gerichten, Sanktionen werden fast nie erhoben, somit können Mütter immer noch machen was sie wollen.
Die Reaktion bei meinem Sohn jetzt 5 war auch so, aber ich habe mich als Vater verhalten, nicht nur verwöhnt, sondern auch Richtlinien gegeben, Kinder brauchen Sicherheit, nun will mein Sohn nur noch zu mir und nicht mehr zur Mutter, was für mich gut ist aber leider ein Richter nie zugeben würde.
So kann ich nur sagen, mach Stress, Arbeit und Anträge so viele wie möglich, geh allen auf dm Geist las es was kosten, damit vielleicht irgendwann mal der Irrsinn aufhört und die Familiengerichte schneller und gerechter entscheiden werden.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 26-05-2019

Jungejunge, da kommt ja was zusammen. Ex eine Borderlinerin wie es im Buche steht, Gewaltausübung gegen Kinder bis zur Bewusstlosigkeit und  dir merkt man auch sehr den Partner einer Borderlinerin an.

Es gibt gute Ratschläge für deine Situation, aber wie in 99% der anderen Fälle wirst du die nicht befolgen wollen. Es wird sich stattdessen noch lange hin- und herziehen und irgendwann wirst du am Ende sein und sagen "hätte ich bloss anders gehandelt". Das hatten wir schon oft und oft hier und das motiviert nicht, viel dazu zu schreiben, denn es wird für die Katz sein.

Deshalb mal nur ein paar Stichwortpunkte, was dich davon interessiert können wir weiter vertiefen. Sag aber gleich, dass x oder y nicht für dich in Frage kommt, dann lohnt es sich auch nicht, drum herumzureden. Also los:

1. Wechselmodell mit unbehandelter Borderlinerin kann nicht klappen. Wechselmodell bei 220km Entfernung ist schon allein wegen der Entfernung nicht auf Dauer durchzuhalten und ist spätestens beim Schulbeginn zu Ende. Aber du wirst das Wechselmodell weiterführen wollen.
2. Eine Borderlinerin hat unendlich viele Tricks und wird alle manipulieren, am Meisten das Kind. Du wirst dem immer unterlegen sein. Alles, was Kontakt mit der Ex erfordert wird für immer ein Riesenstress für dich sein. Aber du wirst immer "wegen des Kindes" mit ihre kommunizieren wollen.
3. Wenn du die brutale Gewalt gegen die Kinder nicht angezeigt hast, hast du selbst Probleme, für die du Hilfe brauchst. Die lösen sich auch nicht von selbst, sondern treten nur zeitweilig in den Hintergrund. In solche Abhängigkeit zu geraten und solche Dinge mit offenen Augen hinzunehmen musst du aufarbeiten dich dringend von Mustern lösen, die dich das ertragen liessen. Aber du wirst keine professionelle Hilfe annehmen wollen und du wirst sagen, das bringe dir jetzt auch nichts mehr. Ein Irrtum.
4. Bei der Vorgeschichte gibt es nur zwei Richtungen bezüglich dem Kind: Wirf komplett hin und verschwinde vollständig aus dem Leben von Ex und Kind (wirst du nicht wollen, siehe oben) oder du musst volle Kanne voranstossen, sofort, hart und überaus konsequent. Persönlich und übers Gericht. Da Ex es bereits mehrmals überrissen hat, bestehen da sogar kleine Hoffnungschancen. Hättest du damals die Misshandlungen angezeigt wären sie grösser. Das bedeutet: Kind zu dir und dort bleibt es. Wirst du nicht wollen oder können, das wird schmerzvoll und teuer, du brauchst sehr konsequentes Handeln, ein Scheitern musst du überleben können.

Du wirst ausschliesslich das wollen, was bei dieser Ex nicht erreichbar ist: Ein braves Wechselmodell ohne tiefgreifende Konflikte. Tja. Vergiss es.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 26-05-2019

Hey,

nachdem ich mich von meiner Frau und der enormen Abhängigkeit von ihr lösen konnte, habe ich meine Frau wegen Körperverletzung, Beleidigung und Kindesmisshandlung (zusammen mit der Zeugin) angezeigt. Die Anzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung wurden eingestellt und die Staatsanwaltschaft hat mir zu zivilrechtlichen Schritten geraten ...

Die Anzeige wegen Kindesmisshandlung wurde von der KriPo untersucht, jedoch gibt es da auch schon lange keine Rückmeldung mehr. Das Jugendamt hat Ermittlungen aufgenommen und mit den beiden älteren Kindern meiner Frau gesprochen. Die halten natürlich zu ihr (zum einen "müssen" sie mit ihr zusammenleben und zum anderen kann sie sie gut manipulieren und durch teure Geschenke, wie Fernseher, Fahrrad, Roller, etc., bestechen) und sagen sie hätten Angst vor mir (was natürlich an den Haaren herbeigezogen ist, aber gewissermaßen eine Pattsituation erschafft). Sprich: Auch das Jugendamt kann keine Kindeswohlgefährdung feststellen und das trotz der Zeugin!

Ich habe bereits letztes Jahr eine Therapie aufgenommen, um das Erlebte besser verarbeiten und verdauen zu können.

Ein Wechselmodell kann über so eine lange Distanz nicht funktionieren. Zudem merke ich, dass es meinem Sohn unglaublich gut tut mit Kindern in seinem Alter zusammen zu sein, weswegen ich ihn bei mir im Kindergarten anmelden möchte. Dafür ist aber der Lebensmittelpunkt von ihm bei mir notwendig, was hoffentlich im Hauptsacheverfahren auch so entschieden wird. Die Verfahrensbeiständin hat meiner Frau eine geringe Bindungstoleranz "ausgestellt" und es wurde ein psychologisches Gutachten eingeholt, das entscheiden soll wo mein Sohn zukünftig leben soll. Das erste Gespräch hat schon stattgefunden und nach Pfingsten steht der Hausbesuch an. Der Gutachter will dabei nachschauen, wie sich mein Sohn bei mir verhält und wie unsere Beziehung ist. Das klappt aber natürlich nur, wenn meine Frau meinen Sohn bis dahin wieder hergibt bzw. mich dabei unterstützt, dass er zu mir kommt und mein Sohn bis dahin nicht komplett von mir entfremdet ist...

Das Fehlverhalten meiner Frau und alles was damit zusammenhängt bringe ich die ganze Zeit vor Gericht und hoffe damit etwas erreichen zu können. Jedoch gehen mir langsam die Möglichkeiten aus und ich weiß nicht, was ich noch machen soll und kann?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 26-05-2019

Sehr gut, dann bist du schon bei eminent wichtigen Punkten erfreulich weit gekommen, wenn auch nicht beim derzeitigen Betreuungsproblem. Die Therapie ist wirklich wichtig, ich hoffe du hast gute Fachleute erwischt. Wie gut bist du mit den anderen Vätern der Kinder in Kontakt? Hast du die involviert bei all den Problemen?

Bei Anzeigen kommts auf das Drumrum an. Man muss Gewalt selber gut dokumentieren und Dritte einbeziehen, vor allem Ärzte. Einen Arzt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit Schläge statt Unfälle diagnostiziert kann der Staatsanwalt nicht mehr ignorieren.

Und offenbar läuft bereits ein Verfahren zum ABR und du hast dich für den vollen Schritt Richtung Kind zu dir entschieden. Ebenfalls gut!

Zitat:Das klappt aber natürlich nur, wenn meine Frau meinen Sohn bis dahin wieder hergibt bzw. mich dabei unterstützt, dass er zu mir kommt und mein Sohn bis dahin nicht komplett von mir entfremdet ist...

Ist die sozialpädagogische Familienhilfe informiert, dass der Umgang verweigert wird, wenn sie nicht da ist? Ist sie über den Termin wegen Gutachten informiert? Bis Pfingsten sind es ja nur noch zwei Wochen, wenn danach schon die Gutachterin kommt wird sich in der kurzen Zeit kaum mehr besser machen lasssen als nicht schon gemacht. Kurzfristig ist nichts wirklich zu ändern, der Weg über Gericht wäre ein Eilantrag, Ordnungsgeld wegen Missachtung der Umgangsregelung, aber das hat kaum Chancen in der Realität Wirkung zu entfalten.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 26-05-2019

Nach der Trennung habe ich (über die Mutter meiner Frau) Kontakt mit den Ex-Freunden meiner Frau aufgenommen. Sie haben mir ihre Erlebnisse geschildert und ich habe sie in die aktuellen Vorkommnisse, die auch ihre beiden Söhne betreffen, involviert. Zunächst haben sie mir auch ihre Unterstützung zugesagt, jedoch sind sie, genau wie die Mutter meiner Frau (die ebenfalls gegen ihre eigene Tochter aussagen wollte), danach eingeknickt und haben sich von mir abgewendet. Als Ausrede nannten sie mir, dass sie eh nichts machen können, weil sie weder das Sorgerecht, noch das ABR für ihre Söhne haben, dass vergangene Zwischenfälle kein Gehör bei aktuellen Geschehen finden und dass das JA ja auch nichts gefunden hat...
In Wirklichkeit hatte der eine aber Angst den ohnehin schon sehr geringen Umgang mit seinem Sohn noch weiter einzubüßen, der andere war einfach zu weit weg und hat sich weder früher, noch jetzt um seinen Sohn gekümmert bzw. gesorgt, so dass er das nun auch nicht tat und ihre Mutter hatte zum einen Angst ihre Enkelkinder nicht mehr zu sehen und zum anderen von ihrer Tochter in der Öffentlichkeit bloß gestellt zu werden.

Wenn mein Sohn zu mir kommt, ziehe ich ihm neue Klamotten an und dokumentiere eventuell aufgetretene blaue Flecken, Ausschlag, etc. Das eine Mal kam er mit einem sehr starken Windelausschlag (Soor) zu mir. Ich bin mit ihm zum Arzt, habe ihn mit der Salbe eingerieben und der Ausschlag wurde besser. Ich habe die Salbe meiner Frau mitgegeben und ihr gesagt, wie sie sie anwenden muss, aber trotzdem war der Ausschlag unverändert schlimm, als er wieder bei mir war.

Arztbesuche sind so ein Thema, wo sie mich auch versucht fertig zu machen. Während den sieben Wochen, in dem ich meinen Sohn nicht sehen durfte, war er anscheinend krank. Ich habe mir große Sorgen gemacht und täglich gefragt, wie es ihm geht. Meine Frau weigert sich bis zum heutigen Tage mir zu sagen bei welchem Arzt sie mit ihm war und was er ihr verschrieben hat, weswegen ich so langsam daran zweifle, ob er wirklich krank war oder nicht. Vor ein paar Wochen sagte sie mir, dass sie mit meinem Sohn beim Zahnarzt war und dieser Karies festgestellt hätte. Behandeln müsse man das aber nicht. Ich habe mir bei einem Kinderzahnarzt in der Nähe eine zweite Meinung eingeholt und er hat mir gesagt, dass ich gerade noch rechtzeitig gekommen wäre, bevor es noch schlimmer wird. Den Termin zur Behandlung kann ich nun aber nicht wahrnehmen, weil mein Sohn mal wieder nicht bei mir ist bzw. herausgegeben wird...

Ich habe die sozialpädagogische Familienhilfe darüber informiert, dass die Übergabe ohne sie nicht informiert. Morgen werde ich sie noch über den Besuch des Gutachters informieren und hoffe da mit ihr zusammen eine Lösung zu finden.

Von meiner Familie höre ich oft, dass ich mich genauso verhalten sollte wie meine Frau und meinen Sohn, wenn er denn mal bei mir ist, erst wieder herausgeben soll, wenn mir meine Frau die offenen Fahrtkosten gezahlt hat. Ich lehne das bisher strikt ab. Zum einen möchte ich nicht einen Gegenstand bzw. Geld gegen ein Leben eintauschen und zum anderen weiß ich, dass es das Beste für meinen Sohn ist, wenn er Mama und Papa sieht - und zwar regelmäßig. In letzter Zeit jedoch und mit zunehmenden Zeiträumen, in denen mir mein Sohn vorenthalten wird, könnte ich mich mehr und mehr damit abfinden (und sei es nur, um auch mal so ein A*******h zu sein, wie meine Frau). Wäre so ein Verhalten eingebracht oder eher kontraproduktiv? Was gäbe es noch für Möglichkeiten meiner Frau zu zeigen, dass ich mir fortan nicht mehr alles gefallen lasse und ich mich auch mal zur Wehr setze und zum Gegenschlag aushole?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - IPAD3000 - 27-05-2019

Ich möchte dir mal eine extrem verwerfliche Methode schildern, welche ein Ex einer mir sehr guten Bekannten mal durchgezogen hat:

Er hat nach einem Telefonat mit meiner Bekannten, bei welcher die gemeinsame Tochter wohnte, welche er übrigens jederzeit sehen konnte und durfte, direkt den Notruf gewählt: Sie hätte ihren Suizid angekündigt.

Folgendes geschah:

Ein Polizeiaufgebot stand vor meiner nichtahnenden Bekannten vor der Tür, die Feuerwehr spannte unter ihrem Balkon ein Sprungtuch auf. Ihre Wohnungstür wurde aufgebrochen, sie selbst stand gerade nichtsahnend unter der Dusche. Man verfrachtete die Tochter zum Vater, sie selbst wurde für 5 Wochen in die Geschlossene verschleppt. 

Das ganze funktionierte ganz im Sinne des Vaters, welcher diese Aktion nur deswegen so eingefädelt hatte.

Was ich damit sagen will: Wer keine Gewissenbisse hat, kann einen Borderliner nur mit seinen eigenen Waffen schlagen. Ich bin mir absolut sicher, dass meine Bekannte nie Borderline war, aber sie befand sich damals in Therapie, ihr hatte der Scheidungsstress zu sehr zugesetzt. Dies reichte aus, um sie zwangsweise in die Geschlossene bringen zu können, ihr das Kind wegzunehmen. Bei deiner Ex mitsamt der nachvollziehbaren staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten müsste sowas noch viel besser funktionieren.

Aber merke: Dies ist keine Anstiftung zu einer Straftat, rein fiktiv gedachter Gedankensalat. Angenommen, es wäre legitim, so zu handeln, könntest du in kürzester Zeit dein Ziel erreichen. Leider geht das natürlich nicht. Und genau deshalb sind Borderliner legal nie zur Strecke zu bringen. Leider...


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Bitas - 27-05-2019

@ipad3000,

und wie ging die Geschichte weiter, ist das Kind beim Vater geblieben?
Mir wäre bei so einer Ex jedes mittel Recht!


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 27-05-2019

(26-05-2019, 23:38)Memoriae schrieb: Von meiner Familie höre ich oft, dass ich mich genauso verhalten sollte wie meine Frau und meinen Sohn, wenn er denn mal bei mir ist, erst wieder herausgeben soll, wenn mir meine Frau die offenen Fahrtkosten gezahlt hat. Ich lehne das bisher strikt ab. Zum einen möchte ich nicht einen Gegenstand bzw. Geld gegen ein Leben eintauschen und zum anderen weiß ich, dass es das Beste für meinen Sohn ist, wenn er Mama und Papa sieht - und zwar regelmäßig.

Das Kind dabehalten würde ich dann, wenn sich mütterliche Gewalt gegen das Kind so weit nachweisen lässt dass Dritte (Arzt...) des ebenfalls so sehen. Ein Ausschlag oder unbezahlte Fahrtkosten reichen dafür nicht. Eins ist jedoch auch klar: Mit ausschliesslich gradliniger, ehrlicher Vorgehensweise gehst du bei einer Borderlinerin sang- und klanglos unter und damit auch das Kind. Die Zeit arbeitet sehr gegen dich und leider hat die Ex auch mehr als genug praktische Erfahrung mit der Helferindustrie. Die ersten beiden Kinder hat sie trotz ihrer brutalen Misshandlungen immer noch und erpresst damit wie eh und je, wenn Vater 1 aufgegeben hat und lieber sein Kind bewusstlos verprügeln lässt, um damit seinen Miniumgang nicht zu verlieren. Ich nehme an, sie hat deshalb auch das ganze typische Instrumentarium dafür sehr gut drauf - Umzüge als Methode die Leute aus der Helferindustrie loszuwerden die sie durchschauen, Missachtung aller Folgen der bekanntgewordenen Gewalt, Gaslighting der Kinder, eigenmächtig gegen jede Regel Fakten schaffen und damit Normen setzen etc.

Hast du dich mal in die anderen Threads über Borderline-Mütter eingelesen?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - IPAD3000 - 27-05-2019

(27-05-2019, 08:08)Bitas schrieb: @ipad3000,

und wie ging die Geschichte weiter, ist das Kind beim Vater geblieben?
Mir wäre bei so einer Ex jedes mittel Recht!


Du wirst es vielleicht schon ahnen ... irgendwann kam die Tochter wieder zur Mutter, nachdem diese zwangsweise austherapiert war.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 27-05-2019

@p__ Du hast recht. Meine Frau betrieb und betreibt sowohl "gaslighting" ihrer Kinder, als auch von mir. Die Kinder fühlen sich von ihr ungeliebt und bauen immer mehr Frustrationen auf, die sie in Gewaltdelikten und in Diebstahl versuchen abzubauen.

Ich habe mich bisher noch nicht in Threads über Borderline-Mütter eingelesen. Das werde ich nachholen. Gibt es eine Möglichkeit die Erkrankung meiner Frau für mich zu nutzen? An die alten Unterlagen und Diagnosen komme ich nicht ran. Sie kann also einfach sagen sie ist gesund und da sie sich sehr gut verstellen und andere manipulieren kann, wird ihr das auch jeder glauben. Ich muss dem Gericht, dem Jugendamt und dem Gutachter also irgendwie die Wahrheit deutlich machen. Gibt es da bestimmte Möglichkeiten bzw. ein konkretes Vorgehen, wie das möglich ist?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Einszweidrei - 27-05-2019

Im Grunde kann man hier P und den anderen nur beipflichten. Spätestens beim Schuleintritt wird dieses "Modell" Geschichte sein. Wenn du vor hast, bis dahin den Umgang aufrecht zu erhalten, kann ich dich voll und ganz verstehen. Grad in den jungen Jahren wird die Bindung zum Kind aufgebaut. In deinem Fall bedeutet dies für dich natürlich eine immense Belastung und dies nicht nur finanzieller Art, die meist voll und ganz beim Vater hängen bleibt. Über Kurz oder lang wäre dir ein Umzug anzuraten oder alternativ sich komplett ausklinken.
Abschließend wäre noch zu sagen: Lege sämtliche Skrupel ab. Bei solch einem Exemplar wird jegliche Schwäche deinerseits gnadenlos ausgenutzt.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 27-05-2019

(27-05-2019, 13:13)Memoriae schrieb: Gibt es eine Möglichkeit die Erkrankung meiner Frau für mich zu nutzen?

Nicht auf rechtlicher Ebene. Obwohl Borderliner ganz speziell im Familienrecht am meisten Ressourcen binden, für die meisten Katastrophen verantwortlich sind existieren sie für Richter genausowenig wie Entfremdungsanstrengungen. Das sind Tabus und selbst Gutachter sprechen das Wort nicht aus, weil das eine Diagnose wäre die sehr heiss ist. Auch die sekundären Merkmale von BL sind im Familienrecht wenig anerkannt, so ist in Deutschland zum Beispiel Bindungstoleranz keine wichtige Eigenschaft der Erziehungsfähigkeit - selbst die USA sind da weiter. Es gibt keinen Borderliner, der auch Bindungstoleranz hat, das schliesst sich aus. Die volle Loyalität ihrer Umgebung und des Kindes ist essenziell für sie.

Nutzen tut dir das nur etwas hinsichtlich deiner Strategie und deinem Verständnis für das, was abgeht. Bei Ex-Borderline Partnern hat man nur noch wenig Möglichkeiten. Man rennt so schnell und weit wie möglich weg und bricht jede Kontaktmöglichkeit ab. Entscheidet man sich aber für den Versuch einer gelebten Vaterschaft, muss man das in rein zielorientierter Weise und unter Einsatz aller Mittel radikal angehen. Alle Mittel heisst alle, auch Werte wie Ehrlichkeit und Legalität müssten dahinterstehen. Es gibt da noch die Strategie vom überreissen provozieren. Wenn Borderliner ins stolpern kommen, dann meist nur wenn sie es überrissen haben, nicht weil der Vater mit den Standardwerkzeugen etwas erreicht hätte. Sie übertreiben es so stark, dass selbst die blinden und tauben Helfer nicht mehr anders können als das Gestörtsein und die Kindergefährdung zu erkennen. Das reicht aber nicht. Hat die Borderlinerin Helfer auf ihre Seite gebracht, ist der Richter wie so oft unfähig und ängstlich, kann es Ex auch überreissen ohne Konsequenzen.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 27-05-2019

Ich weiß, in der heutigen Gesellschaft und der heutigen Zeit sind Werte wie Ehrlichkeit und Legalität für manche nicht mehr so viel wert, aber ich halte dennoch daran fest und versuche mein Leben stets danach auszurichten.

"Es gibt da noch die Strategie vom überreissen provozieren." - Wie kann / muss ich mir diese Strategie vorstellen und was kann ich aktiv tun, damit auch das JA und das Gericht sehen, was für eine Gefahr meine Frau für meinen Sohn (und die Gesellschaft per se) darstellt?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - kay - 27-05-2019

Hallo Memoriae,

das ehrt Dich sehr und genau das sind auch meine Prinzipien. Nur bei einer Borderlinerin kannst Du mit den Prinzipien nur aufgeben und ganz weit weg rennen. Das willst Du wegen des Kindes nicht. Ich habe das auch alles hinter mir. Daher MUSST Du leider das schmutzige Spiel mitspielen und schlauer als die Teufelstochter sein. Im Prinzip ist es recht einfach, wer Fakten schafft ist immer im Vorteil. Sprich wenn Du die Gewalttaetigkeiten und psychisch Erkrankung nachweisen kannst und eine Kindeswohlgefaehrdung besteht, wuerde ich das Kind einfach nicht mehr zurueckbringen und eventuell mit Hilfe eines guten Anwaltes eine einstweilige Verfuegung beantragen. Die Entfernung waere da von Vorteil, wenn Du dann erstmal auch nicht zuhause anzutreffen bist, noch besser.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 27-05-2019

Das ist eben mein Problem. Ich kann ihre psychische Erkrankung nicht nachweisen. Ihre Mutter will sich (aus Angst) dazu nicht mehr äußern. Entsprechende Gutachten oder ähnliches habe ich nicht. Ich habe (so blöd es klingt) nur meine Erfahrungen, die ich mit ihr machen und miterleben musste. Sie selber wird sich niemals eingestehen, dass sie psychisch krank ist und wird sich bei einem Gutachter auch nicht als solche zu erkennen geben.

Auch zu ihren bisherigen (und nachgewiesenen) Gewalttaten habe ich keinen Zugang in Form von Aussagen, Aktenzeichen, o.ä.
Ihre Ex-Freunde und ihre Mutter, die mir diese Beweise liefern wollten, haben sich zurückgezogen und mich im Stich gelassen. Aktenzeichen, die mir genannt wurden, haben sich als falsch herausgestellt, etc. Auch hier habe ich nur meine Erlebnisse und Erfahrungen, auf die ich zurückgreifen kann. Selbst die Zeugin, die ich habe, reicht dem Gericht nicht aus, um aktiv zu werden.

Ich hoffe deswegen auf einen Tipp / Ratschlag auf den ich bisher nicht gekommen bin, damit ich auch weiterhin (unabhängig von meinem Sohn) etwas habe, für das es sich lohnt bzw. mir Mut macht durchzuhalten und weiterzumachen.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 27-05-2019

Ich finde sauberes Spiel auch gut, du musst es dann aber auch aushalten, mitsamt dem Kind von einer Krankheit der Mutter in die Tiefe gezogen zu werden und dort in Schönheit zu ertrinken. Das hat was vom Spruch "ich hatte Vorfahrt" auf dem Grabstein.

Überreissen provozieren ist z.B., wenn man Dinge auf sie loslässt, von denen bekannt ist dass sie heftig reagiert. Wichtiges Mittel sind z.B. andere schwarz geschaltete Personen aus ihrem Umfeld. Wenn man in kontrollierter Situation provoziert, um dokumentierbare und für sie negative Reaktionen hervorzurufen. Nie direkt, sondern indirekt.

Da du aber keinerlei ihrer Taten aus der Vergangenheit verwerten kannst, zu weit weg bist um Neue zu provozieren, sie ihre Verwandtschaft und Expartner im Erpressungsgriff hat, wirst du wohl kaum Mittel finden, um die Überriss-Taktik zu probieren.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 27-05-2019

Meine Frau reagiert sehr, sehr empfindlich bzw. aggressiv auf meine Eltern, insbesondere auf meine Mutter. 

Sie hat einen richtigen Hass auf meine Mutter und hat sie bei einer Übergabe auch schon angegriffen. Seitdem meine Frau mich in der Vergangenheit schon des öfteren bei unseren Treffen / den Übergaben angegriffen hat, sind meine Eltern bei den Übergaben auch oft mit dabei (und warten im Auto) oder übernehmen sie ganz (falls ich beim arbeiten bin).

Ich könnte also zusammen mit meinen Eltern die Überiss-Taktik versuchen. Die Frage ist nur wie wir dabei am besten vorgehen.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Othmar - 27-05-2019

Das mit dem Überreissen, also dem bewussten Provozieren und dem Aus-DerFassung bringen, KANN in wenigen Fällen hin und wieder etwas bringen. Im vorliegenden Fall finde ich, sollte man sich nicht irgendwelchen Illusionen hingeben. Die H exe hat sich Kinder von drei! verschiedenen Vätern machen lassen. Hat alle drei Väter abgeschossen. Beherrscht das Spiel mit den Behörden. Was willst du da noch machen? Gib dich nicht einer falschen Illusion hin. VIELLEICHT kommst du damit durch, dass du den Jungen bei dir behältst, wenn er mal wieder geschlagen wurde. VIELLEICHT findest du vorgängig! einen Arzt, der dir gegen sehr Bezahlung und nach vorangehender Schilderung der Geschichte und der negativen Auswirkungen auf deine Psyche, bescheinigt, dass bei der Exe Gewalt im Spiel ist und das Kindeswohl gefährdet wäre. Vielleicht, vielleicht, vielleicht ... . Vergiss jeglichen Versuch, mit der Exe fair umzugehen. Das hat sie ja gar nicht verdient - im Gegenteil. Probiere jetzt alles, was möglich ist - und richte dich darauf ein, dass es total Scheitern wird und du deinen Sohn danach nicht mehr sehen wirst. Letzteres wird früher oder später todsicher sowieso passieren.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - kay - 27-05-2019

FALLS es wirklich zu derart massiver Gewalt gegen die Kinder gekommen ist, ist das irgendwo aufgefallen, meistens wird sowas in der Schule oder im Kindergarten bemerkt. Da koennte man ansetzen. Wenn die Exe wirklich in der Klapse war und wegen Gewalt schon verurteilt wurde, laesst sich auch das rausfinden. Kann eventuell Geld kosten und schwierig werden aber es wird irgendwie gehen. Verurteilungen wegen Diebstahl, Hehlerei interissiert NULL da das nichts mit ihrer Erziehungsunfaehigkeit zu tun hat. Genausowenig interessiert es ob sie Dir nun Benzingeld gibt oder nicht.

Uebergriffe gegen Dich oder Deine Familie muessen gerichtsfest dokumentiert werden (Video- oder Tonaufnahme) ansonsten glaubt die Justiz und Helferindustrie im Zweifellsfall immer der "armen" und "schikanierten" Mutter.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - p__ - 27-05-2019

Könntest du dir einen Privatdetektiv leisten?


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Austriake - 28-05-2019

(27-05-2019, 21:32)p__ schrieb: Könntest du dir einen Privatdetektiv leisten?

Da ist Vorsicht angebracht. Viele Detekteien verscherbeln ein paar Blatt Papier und ein paar Foto´s als "gerichtsverwertbare Beweise", weigern sich aber standhaft, ihr Honorar entsprechend zu gestalten - sprich, Erfolgsprämie bei Erfolg, sonst nur Ersatz der Fixkosten. Die wollen relativ viel Geld für recht wenig Leistung.

In meinem Fall wollte die Detektei für drei Tage Observation incl. Beweisfotos für die Schwarzarbeit der Exe einen Betrag von 5.000 bis 6.000 Euronen haben.
Ich habe Exe stattdessen beim Hauptzollamt, Abt. Illegale Beschäftigung, angezeigt. Geht genauso, ist aber viel billiger.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 28-05-2019

Ich habe bereits bei einer Detektei angerufen und den Fall geschildert. Die wollen für die Observation mindestens 10.000 bis 15.000 Euro haben. Das scheidet also schon mal aus...


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - NurErzeuger - 28-05-2019

Auch unter Borderlinern gibt es verschiedene Charaktere. Eher den manipulativen und passiv aggressiven und den weniger manipulativen dafür aber aggressiveren. In Sachen Aggressionen gibt es auch Unterschiede. Der eine Borderliner ist eher fremdschädigend und der andere eher selbstschädigend (siehe Selbstritzen, etc). Ich habe eine diagnostizierte Borderlinerin erlebt, die ihren Expartner und Vater ihres Kindes fast schon hofiert und vor anderen in Schutz genommen hat. Er ging quasi ein und aus und durfte sein Kind sehen, wann er wollte. Anfänglich hatte sie ihn auch entwertet, aber nach einem halben Jahr stand wieder ihr Kind im Mittelpunkt und sie widmete sich der Elternebene. Als sie mal wieder in die Psychiatrie kam, lebte der gemeinsame Sohn vorübergehend komplett beim Vater. Keiner hat dem anderen ans Bein gepinkelt sondern sie haben sich dem Kind zuliebe korrekt verhalten. Borderliner hin oder her, wer sein Kind liebt, kann sich zusammenreißen.

Das was du, ich und andere Väter als Frauen erlebt haben, ist nicht einfach nur mit Borderline zu erklären. Meine ist beispielsweise einfach durch und durch manipulativ und boshaft. Ihr geht es eben nicht ums Kind sondern um Geld, Besitzansprüche, etc.

In deinem Fall gibt es vordergründig zu viele Belastungsfaktoren, die das Bild und die Stimmung schnell trüben können. Alleine schon die Fahrerei alle paar Tage ist Wahnsinn. Wie machst du das? Hinzukommen dadurch natürlich enorme Kosten.


RE: Umgang / Kind will nicht von seiner Mutter weg - Memoriae - 28-05-2019

Ich werde von meinen Eltern bei den Fahrten unterstützt (sowohl finanziell, als auch durch die Bereitstellung eines Autos, da ich kein Auto habe). Ohne sie könnte ich die Fahrten alle vier Tage gar nicht leisten. Deswegen ist es für mich auch doppelt belastend, dass meine Frau die Fahrtkosten auch nicht zur Hälfte übernimmt. Denn sie trifft dadurch nicht nur mich, sondern auch meine Eltern.

Um das Ganze etwas abzumildern habe ich mir folgendes überlegt: Die offenen Fahrtkosten fordere ich gerichtlich ein, jedoch sehe ich es nicht mehr ein neue Fahrtkosten zu erzeugen, wenn sie gegen mich arbeiten. Das heißt, wenn ich meinen Sohn abholen kann, dann nehme ich es hin, dass sie mir die Fahrtkosten nicht zahlt und klage diese dann gerichtlich bei ihr ein. Jedoch werde ich die Fahrt und die zugehörigen Kosten nicht länger auf mich nehmen, wenn ich meinen Sohn zu meiner Frau zurückbringen soll. Entweder sie überweist mir ihren Teil der Fahrtkosten (dann übernehme ich die Fahrt zu ihr) oder falls sie das nicht macht, kann sie meinen Sohn bei mir Zuhause abholen und trägt die Fahrtkosten dann alleine.

Was haltet ihr davon?