Trennungsfaq-Forum

Normale Version: Erster Deutscher Männergesundheitsbericht vorgestellt
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Nach langem Ringen und vielen Widerständen ist heute der 1. Männergesundheitsbericht vorgestellt worden.

Der Männergesundheitsbericht stellt fest, dass Männer das weitgehend vernachlässigte Geschlecht sind: Allzu lange waren Wissenschaft, Politik und Krankenkassen zögerlich, männliche Gesundheitsprobleme zu akzeptieren und zielgerichtet zu beheben.
http://www.idw-online.de/pages/de/news393969

Männer sind vorallem von psychischen Krankenheiten betroffen:
Dabei zeigen sich Männer vor allem im psychischen Bereich wesentlich empfindlicher als bislang vermutet. „Die Suizidrate der Männer übersteigt die der Frauen mindestens um das Dreifache“, sagt Anne Maria Möller-Leimkühler, Mitautorin des Berichts und Leiterin der Klinik für Psychiatrie am Klinikum der LMU. Allerdings liege die Rate der diagnostizierten Depressionen unter Männern nur halb so hoch. Dieses „Geschlechterparadoxon“ ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass es eine hohe Dunkelziffer von Depressionen unter Männern gibt.

Die Forderung daher:
Die Experten betonen in ihrem Bericht, dass eine verstärkte „Genderkompetenz“ der Medizin gefordert ist. Ärzte sollten beachten, ob ein Patient männlich oder weiblich ist und entsprechend darauf eingehen.
http://www.focus.de/gesundheit/gesundleb...66356.html

Für diesen Bericht wurde es höchste Zeit

Leider mit 29,95 + 3,95 EUR recht teuer. Der Beschreibung nach eine gute Zwischenstation, die nun erreicht wurde. Endlich werden diverse Probleme thematisiert und "offiziell" freigelegt, nicht jedoch ohne einige angestammte Stolpereien wegzulassen. So darf zum Beispiel immer noch nicht über Männer geredet werden, ohne doch wieder Frauen mit reinzunehmen: "Präventionsangebote und medizinische Versorgung – insbesondere bei psychischen Erkrankungen – müssen besser an den unterschiedlichen Bedürfnissen von Männern und Frauen ausgerichtet sein.". An Frauen sind sie doch längst ausgerichtet, es geht darum sie nun auch an Männern auszurichten! Dafür ist es herrlich, wenn solche Sätze endlich öffentlich geschrieben werden dürfen: "Vor allem aber wird deutlich, dass nicht – wie landläufig behauptet – die Männer defizitär sind, sondern vor allem das Wissen über die Männer."

Hier noch das Inhaltsverzeichnis: http://maennergesundheitsbericht.de/file...chniss.pdf
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) machte darauf aufmerksam, dass Männer häufiger in Risikoberufen arbeiten, in denen vermehrt Verletzungen und Unfälle vorkommen, und Mehrarbeit und Selbstausbeutung öfter ertragen. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend sollen nun 30- oder 35-Stunden-Wochen in den Arbeitsverträgen gefördert und die "Präsenzkultur" (Überstunden werden vom Chef erwartet) bekämpft werden, "damit Männer gesünder leben können", schlägt die Ministerin vor.

Interessant, Frau Ministerin. Weniger arbeiten und anstrengende Jobs meiden ist also der Königsweg. Meinetwegen gerne, sehr gerne. Ich nehme an, Sie haben daher inzwischen einen Gesetzentwurf in der Schublade, welcher die gesteigerte Erwerbsobliegenheit konsequenterweise verbietet?

http://anonym.to/?http://www.noows.de/wa...ngen-22790

blue

Deshalb kündigte die Bundesfamilienministerin an, im Jahr 2011 einen bundesweiten "Boys' Day" auf die Beine zu stellen und begründet: "Durch die Jungenförderung können wir dann auch auf falsche Männlichkeitsvorstellungen eine Antwort finden.

"falsche Männlichkeitsvorstellungen" sollte sie mal ihrem Kollegen Schwesterwelle beibiegen!

"Falsche Männlichkeitsvorstellungen?" Da ist sie wieder, die Bevormundung von Frauen wie Männlichkeit auszusehen hat. Männer die Frauen vorschreiben würden, wie diese sich zu verhalten haben, sind dagegen ganz üble vorgestrige Sexisten.

Shalom Aleichem

Was hat Krissi eigentlich zu dem Thema zu melden? Männer sind überhaupt nicht ihr Kompetenzbereich. Naja, egal - manche [Unterschreitung des Mindestniveaus] müssen halt überall ihren Senf dazu geben; demnächst lieber dem Frieseur oder einem Ihrer heißgeliebten Frauenverbände, Frau Schöder!
Ansonsten Daumen hoch - ich mach dann mal ein Sabbatjahr Big Grin

Als Beispiele nannte die Familienministerin die Förderung von 30- oder 35-Stunden-Wochen in den Arbeitsverträgen und die Erweiterung von Möglichkeiten, eine Auszeit zu nehmen, zum Beispiel ein Sabbatjahr.

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellu...63800.html
Die Gesundheit von Jungen wird vernachlässigt. Dies ergab eine Expertise der Berliner Charité für das Bundesgesundheitsministerium.
http://www.welt.de/gesundheit/article134...ssigt.html

„Alle hacken auf den bösen Jungen herum, dabei sind sie das eigentlich benachteiligte Geschlecht“, gaben Experten auf einem Kongress der Kinder- und Jugendärzte in Potsdam zu Protokoll.

Nach aktuellen Daten sind Jungen im Vergleich zu ihren weiblichen Altersgenossen viermal so häufig von Stottern, Legasthenie, Bettnässen und Autismus betroffen, erklärte Kinderarzt und Jugendgynäkologe Nikolaus Weissenrieder aus München.

Der Mediziner verwies auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes: Danach erleiden über alle Altersgruppen hinweg Jungen bis zu viermal häufiger Stürze mit tödlichem Ausgang als Mädchen. Das Gleiche zeigt die Statistik für den Tod durch Ertrinken. Verbrennungen, Vergiftungen und Verkehrsunfälle führen bei Jungen drei- bis viermal häufiger zum Tod.


Mal sehen, wie die Politik auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse reagieren wird.

blue

(01-06-2011, 16:32)borni schrieb: [ -> ]Mal sehen, wie die Politik auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse reagieren wird.
Mindestens 20 Jahre solltest Du ihnen schon Zeit lassen. Das hat mich spontan an die Aktion von MANNdat damals erinnert wegen der Hautkrebsfrüherkennung.

Seit Anfang der 80er-Jahre wurde Frauen ab 30 eine Hautkrebsfrüherkennung bezahlt, Männern erst ab 45. Eine wissenschaftliche Begründung für diese Benachteiligung gab es nicht. Im Gegenteil: Männer sterben im Alter zwischen 30 und 45 Jahren häufiger an Hautkrebs als Frauen.
...
Jetzt ist es endlich soweit. Die standardisierte Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs wird ab dem 01. Juli 2008 von allen gesetzlichen Krankenkassen für Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren im Zwei-Jahres-Rhythmus übernommen.

http://manndat.de/maennergesundheit/kreb...ab-35.html


(01-06-2011, 18:58)blue schrieb: [ -> ][i]Seit Anfang der 80er-Jahre wurde Frauen ab 30 eine Hautkrebsfrüherkennung bezahlt, Männern erst ab 45. Eine wissenschaftliche Begründung für diese Benachteiligung gab es nicht. Im Gegenteil: Männer sterben im Alter zwischen 30 und 45 Jahren häufiger an Hautkrebs als Frauen.
...

Sorry, was ihr immer hier rumpupt!
die armen Frauen sind ja nu auch immer mit den Kindern zuhause, und wir wissen alle, das ein Hautkrebsrisiko auf der Sonnenbank nicht ganz von der Hand zu weisen ist! Wir können ja froh sein, dass dieses Risiko sich nun nicht bestätigt hat ...

blue

Nochwas.

Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes: innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich und stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prostatakrebs

Ich erwähne das, weil mich der PSA (hehe... kommt dem PAS sehr nahe Big Grin )
25,21 Euro kostete.

Nur so im After rumfummeln ist weder für meine Hausärztin noch für mich selbst ein Vergnügen!
Dodgy
Heute stellte die Stiftung Männergesundheit neuen Bericht vor.

Darin u.a.:
Zitat:Seelische Erkrankungen bei Männern werden immer noch stigmatisiert und tabuisiert.

Zitat:Die Zahl der Suizide bei den Männern stieg zwischen 2007 und 2011 um neun Prozent. 100.000 Männer versuchen jährlich, sich das Leben zunehmen.

Zitat:Aber auch psychosoziale Krisen wie Trennungen und Scheidungen spielen eine wichtige Rolle.

Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/maennerge...01987.html

Hier gibts den Bericht: http://docs.dpaq.de/3592-m_nnergesundhei...t_2013.pdf (groß!)
Nach dem erweiterten Selbstmord des depressiven Piloten sind Depressionen bei Männern kaum mehr weiter zu ignorieren, das Thema wandert aus den Gesundheitsberichten und Kongressen in die Mainstreammedien.

Der FOCUS verwendet gar den Begriff Männerdepression und sieht verheerende Mängel in der Medizin. Anlass war der Männergesundheitskongress der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Berlin:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/...10559.html

Darin heisst es u.a., dass Depressionen bei Männer oft nicht diagnostiziert werden, weil die Vorstellungen davon unvollständig seien. Männer "reagierten zum Beispiel wütend, gereizt oder aggressiv, fühlten sich gehetzt und unter Druck", Männer "seien nicht nur niedergeschlagen und antriebslos, was typischerweise mit der Krankheit verbunden wird. Würde man diese Patienten beachten, seien Depressionen bei den Geschlechtern wohl gleich häufig"

"Durch das medizinische Raster fallen offenbar besonders Männer, die ein traditionelles Rollenbild mit Werten wie Leistungsstärke, Status und Einkommen verinnerlicht hätten, oder Maßstäben wie „Nicht reden, sondern handeln“ für wichtig halten. Ihnen falle es besonders schwer, eine psychische Erkrankung zu erkennen zu geben"
Zitat:Wütend, gereizt, aggressiv. Depressionen bei Männern sind anders.

Wenn man als Mann beruflich viel Stress hat, wird man von der Ehefrau, die evtl. an einer ängstlich-vermeiden-PKS leidet, schnell entwertet. Schuld war evtl. nur eine leichte Depression. Blöd ist halt, dass dadurch ggf. ein Kind ohne Papa aufwächst.

www.n-tv.de/wissen/Depressionen-bei-Maennern-sind-anders-article14901836.html
Logo. Wütend, gereizt und aggressiv. Deswegen müssen wir auch von unseren Kindern ferngehalten werden. Die sind bei der weiblichen Depression besser aufgehoben. Wir Männer sind selbst in der Depression Täter. 
Ja! Pressen wir doch ein Klischee in ein Krankheitsbild. Wir sind als Männer von Natur aus verrückt. Das ist aber nur eine logische Fortsetzung dessen, was mit den Jungs gemacht wird. Alle hypermotorisch und deswegen gibt es Ritalin und Co.
Der dritte Männergesundheitsbericht ist seit Tagen da und Keinen in den Medien interessierts, trotz der ausführlichen Pressemappe: http://www.stiftung-maennergesundheit.de...lagen.html

Nichtmal das besonders massenmedientaugliche Titelthema bringt es noch. Das kann man nur als Impotenz bezeichnen :-)